Veilchenwurzel als Heilmittel anwenden

Bei der Veilchenwurzel handelt es sich um eine alte Heilpflanze, deren Name jedoch vollkommen irreführend ist. Es handelt sich dabei weder um ein Veilchen, noch um eine Wurzel. Tatsächlich handelt es sich um das Rhizom einer Iris Hybride, nämlich Iris x germanica, welche gelegentlich auch unter den ungültigen als Iris x florentina oder Iris germanica var. florentina oder einigen anderen geführt wird. Seltener wird die reine Iris Art Iris pallida genutzt. Der Name der Veilchenwurzel ist auf den intensiven Duft zurück zu führen, welcher stark an den Duft von Veilchenblüten erinnert. Die Veilchenwurzel wird als Heilpflanze ausschließlich bei Kindern angewendet.

Die Inhaltsstoffe der Veilchenwurzel

Diese Heilpflanze war aufgrund ihrer stark duftenden ätherischen Öle bereits bei den alten Römern bekannt und diente, früher wie auch heute, zur Aromatisierung von Wein beziehungsweise Speisen. Das ätherische Öl, welches lediglich in sehr geringen bis etwa 0,2 % enthalten ist, ist die wichtigste Komponente wenn es um die Anwendung der Veilchenwurzel als Heilmittel geht. Lediglich der Gehalt an Schleimstoffen ist erwähnenswert und trägt etwas zur Wirkung der Veilchenwurzel bei. Weitere Inhaltsstoffe, welche in größeren Mengen enthalten, jedoch für die Heilwirkung nicht von Bedeutung sind, sind verschiedene Fettsäuren.

Die Nutzung der Veilchenwurzel

Damit die veilchenartigen Aromen sich erst entwickeln, muss das Rhizom der Iris zunächst getrocknet werden. Die beste Zeit für die Ernte liegt im September. Anschließend muss es ein bis sechs Jahre an der Luft trocknen können, damit sich der veilchenartige Duft entwickeln kann. Frisch darf die Veilchenwurzel nicht verwendet werden, da sie dann noch hautreizende Inhaltsstoffe enthält, welche erst noch abgebaut werden müssen. Die Ätherischen Öle, welche zu den wertvollsten der Welt gehören, tragen auch etwas zum Geschmack bei und machen die Anwendung bei Kindern einfacher. Wenn das Rhizom getrocknet ist, wird es geschält und in Stücke geschnitten Kleinkindern anstatt eines Beißrings als Zahnungshilfe gegeben. Andere Wirkungen sind wissenschaftlich nicht begründet.
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